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Seeleute vor Gericht

Streiflichter aus 150 Jahren Seearbeitsrecht

Die angeblichen "Besonderheiten in der Schifffahrt" halten nun seit gut 150 Jahren dafür her, Seeleuten grundlegende Arbeitsrechte zu verweigern. Noch 1872 galt dem Gesetzgeber der Seemann "als Soldat", die Seemannsordnung Kaiser Wilhelms II. galt bis 1957. Doch selbst das Seemannsgesetz sah im Fernbleiben vom Dienst noch eine strafbare "Desertion". Angesichts der Zerstörung der deutschen Handelsflotte durch Ausflaggungen und das Internationale Schifffahrtsregister stellen sich heute ganz grundsätzliche Rechtsfragen: Ist die Ausflaggung nicht Rechtsmissbrauch ? Unterminiert sie nicht die verfassungsrechtliche Garantie einer deutschen Handelsflotte in Art. 27 GG ? Welche Schlussfolgerungen sind daraus zu ziehen, dass das BVerfG das ISR unter der Voraussetzung akzeptierte, dass es den Trend zur Ausflaggung stoppen werde ? Eines steht jedenfalls fest: Ausflaggung war und ist weiterhin kein Kündigungsgrund.

Dr. Rolf Geffken referiert vor dem Hintergrund seiner eigenen Publikationen "Jammer & Wind", "Seeleute vor Gericht" und "Seeleute und Häfen ins Museum?" auf der 20. Schifffahrtskonferenz von ver.di Nord in Undeloh am 29.1.2019 16.00 Uhr. Ver.di-Bildungszentrum, Zur Dorfeiche 14, 21274 Undeloh.


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