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Vor 30 Jahren: Abschiebung aus dem Kirchenasyl

Susan Alviola beschämt heute von Kanada aus die deutsche Asylpolitik


St. Stephanus - Ort des Geschehens 1984. Heute ein Gourmet Restaurant.....

Vor 30 Jahren erfolgte die brutale Abschiebung unserer Mandantin Susan Alviola und ihrer Kinder Clarizze und Alvin aus dem Kirchenasyl der St. Stephanus Gemeinde in Hamburg-Eimsbüttel. Wer redet davon noch heute ? Wer fordert noch Konsequenzen gegen die damals Verantwortlichen ? Wer fragt heute noch nach dem weiteren Schicksal dieser Familie ? Nicht nur die Hamburger scheinen diesen Teil der Geschichte der hiesigen MigrantInnen völlig vergessen oder ausgeblendet zu haben ! Und die Kirche schweigt. St. Stephanus wurde zum Restaurant "umgewidmet". Keine Tafel, keine "Fussnote" weist heute auf das Geschehen von vor 30 Jahren hin. Dabei wissen alle Beteiligten: D i e s e Familie mußte leiden, damit erst später Kirchenasyle geduldet wurden. Alle jene, die sich heute darauf stillschweigend verlassen, daß man den Raum der Kirche respektiert, blenden die Tatsache aus, daß es erst dieser brutalen Tat bedurfte, um dem Staat politische Grenzen zu setzen. Der Hamburger Senat und die hamburgischen Sozialdemokraten verschweigen dieses dunkle Kapitel ihrer "Migrantenpolitik", weil es in der jüngeren deutschen Geschichte seines gleichen sucht und an die dunkelsten Kapitel unserer Vergangenheit erinnert. Nicht nur die Abschiebung selbst sondern deren zutiefst inhumanen und menschenunwürdigen Begleitumstände sollten allen im Gedächtnis bleiben. Übrigens: Heute kämpft die Tochter von Susan Alviola, Clarizze Truscott

in Kanada für die Rechte prekärer ArbeitsmigrantInnen. Gerade eben schrieb sie uns, daß sie niemals vergessem werde und vergessen könne, auf welch brutale Weise die Hamburger Polizei im Jahre 1984 die Abschiebung ihrer Familie vollzogen habe !

Sie schrieb aber auch, daß dies den Grundstein für ihr Engagement für die Rechte der MigrantInnen gelegt hätte !

Wer mehr über die Ereignisse von 1982-1984 wissen will, kann bei uns immer noch die Dokumentation zum Fall Alviola bestellen: ratundtat@drgeffken.de


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