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RAT & TAT China-Info 6 : China bald Einwanderungsland ?

Bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts war China fuer seinen Export billiger Arbeitskraefte aber auch fuer die kontinuierliche Auswanderung qualifizierter Menschen bekannt (die zur Entstehung der maechtigen  "Overseas Chinese"-Netzwerke fuhrte). Seit Beginn der Politik der "Oeffnung" praegte China vor allem die innerstaatliche Wanderung von Arbeitskraeften (mit bis heute etwa 250.000 sog. Wanderarbeitnehmern). Doch war China jemals Einwanderungsland ? Nein. Das ist umso bemerkenswerter als der Begriff der "Oeffnung" ja eigentlich etwas anderes haette vermuten lassen koennen. Doch bedeutete diese Oeffnung in erster Linie eine Oeffnung fuer auslaendische Investitionen und Unternehmen. Eine Zuwanderung von auslaendischen Arbeitskraeften war damit allenfalls auf der Ebene des Managements - und auch das nur sehr temporaer - verbunden. Es ist bekannt, dass nur sehr wenige Expatriates unter den Managern dazu neigen, ihren Aufenthalt in China zu verfestigen. Das gilt - auch nach eigenen Beobachtungen des Verfassers - selbst dann, wenn diese etwa einen chinesischen Ehepartner oder sogar gemeinsame Kinder in China haben. Eine gewisse Zuwanderung bewirkte der gewaltige Zufluss taiwanischen Kapitals. Allein in Shanghai leben deshalb etwa 300.000 Taiwaner. Aber auch sie halten sich regelmaessig nur sehr temporaer in China auf. Umgekehrt haelt die Auswanderung qualifizierter Menschen unvermindert an. Allein in den letzten 10 Jahren verliessen 9,34 Mio ChinesInnen ihr Land, viele davon dauerhaft. Demgegenueber halten sich zZ nur 849.000 Auslaender in China auf. Die wenigsten davon auf Dauer. Dem will die chinesische Regierung jetzt gegensteuern. Die "Staatliche Verwaltung fuer die Angelegenheiten auslaendischer Experten" arbeitet jetzt an einer Liste der am meisten gesuchten beruflichen Qualifikationen. Fuer Auslaender, die diesen Kriterien entsprechen, sollen die Anforderungen an die Erteilung dauerhafter Visa erheblich reduziert und der Aufenthalt insgesamt erleichtert werden. Auf einem internationalen Symposium zu Fragen der Arbeitsmigration in Beijing wurde von  Experten vor allem gefordert, auslaendischen StudentInnen nach Beendigung ihres Studiums erleichtert Arbeitserlaubnisse zu erteilen. Dabei wurde zugleich empfohlen, die Oeffentlichkeit genau ueber einen Kurswechsel in der Einwanderungspolitik zu informieren, um deren Unterstuetzung fuer diese neue Politik zu erhalten.

 

 

Dr. Rolf Geffken, Nanjing 28.6.2014


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